Arbeitsmedizinische Untersuchung

Die Aufgabe der Arbeitsmedizin ist die Untersuchung der Mitarbeiter auf gesundheitliche Schäden, die durch den Arbeitsprozess entstanden sein könnten. Diese gesundheitlichen Schäden sollen frühzeitig erkannt werden um diese zu behandeln zu lassen oder eine Verschlimmerung zu verhindern. Zusätzlich werden die Mitarbeiter und der Arbeitgeber (anonym) über gesundheitsschonende und -fördernde Maßnahmen beraten. Die Arbeitsmedizin soll gewährleisten, das der Mitarbeiter lange in seinem Beruf arbeiten kann um später möglichst gesund in den Ruhestand zu gehen.

Die Untersuchungen der Mitarbeiter können sehr umfangreich sein. Es gibt sogenannte Wunschuntersuchungen, die die Mitarbeiter veranlassen können, Angebotsuntersuchungen, die der Arbeitgeber anbieten muss und Pllichtuntersuchungen, die der Arbeitnehmer wahr nehmen muss, möchte er diese Tätigkeit weiter ausführen. So eine Untersuchung kann dann auch schon mal bis zu zwei Stunden dauern, was aber eher die Ausnahme ist.

Was wie Untersucht wird, ist abhängig von der Gefährdungsbeurteilung des Betriebes. Die wird mit dem Arbeitgeber, der Sicherheitsfachkraft und dem Facharzt:in für Arbeitsmedizin durchgeführt und regelmäßig aktualisiert. Dafür sorgen gesetzlichen Regelungen.

Die Untersuchungen laufen nach einem bestimmten Schema ab. Arbeits- und Gesundheitsanamnese (Erfragung des Gesundheitsstatus), Sehtest, Gesichtsfeldüberprüfung, Hörtest, EKG, Ergometrie, Lungenfunktionstest, Blutuntersuchungen und/oder sensomotorische Test. In der Regel finden nicht alle Untersuchungen statt. Was gemacht werden soll legt der Arzt:in fest. Dem Arbeitgeber wird kein Ergebnis übermittelt. Er bekommt, genauso wie der Arbeitnehmer, eine Bescheinigung, das der Arbeitnehmer tauglich ist. Ist das mal nicht der Fall, wird dies mit dem Arbeitnehmer besprochen und der legt fest das was der Arbeitgeber erfahren darf. So zahlen viele Arbeitgeber einen Zuschuss für eine Sehhilfe, wenn diese für den Beruf gebraucht wird. Deshalb muss der Arbeitgeber das dann erfahren. Die Ärzt:innen und deren Personal unterliegen, wie alle anderen Ärzt:innen auch, der Ärztlichen Schweigepflicht nach StGB § 203. Dies wird sehr ernst genommen.